Mit God of War Laufey hat Santa Monica Studio ein neues Kapitel der God-of-War-Reihe vorgestellt. Die größte Überraschung steckt schon im Titel: Diesmal steht nicht Kratos im Mittelpunkt, sondern Laufey, vielen Fans besser bekannt als Faye, Kratos’ Frau und die Mutter von Atreus.
Damit rückt eine Figur ins Zentrum, die für die neueren God-of-War-Spiele extrem wichtig war, bisher aber vor allem über Erinnerungen, Andeutungen und ihr Vermächtnis präsent blieb. Genau das macht die Ankündigung interessant. God of War Laufey ist nicht einfach nur eine neue Geschichte in einer bekannten Welt. Das Spiel zeigt, wie die Reihe ohne Kratos als alleinige Hauptfigur weitergeführt werden kann.
God of War Laufey wurde offiziell vorgestellt
God of War Laufey wurde im Rahmen der PlayStation-Präsentation State of Play vorgestellt. Entwickelt wird das Spiel von Santa Monica Studio, erscheinen soll es für die PlayStation 5. Ein konkretes Release-Datum gibt es bisher nicht. Offiziell heißt es bislang nur, dass das Spiel demnächst erscheint und bereits auf die Wunschliste gesetzt werden kann.
God of War war über viele Jahre eng mit Kratos verbunden. Zwar spielte Atreus in den neueren Teilen eine immer größere Rolle, doch das emotionale Zentrum der Reihe blieb lange Kratos selbst. Mit Laufey verschiebt Santa Monica Studio den Blick nun auf eine Figur, die bisher eher aus dem Hintergrund heraus wirkte.
Faye erwacht nach ihrer Beerdigung in einem fremden Reich. Eigentlich sollte ihr Tod das Ende ihrer Geschichte sein. Stattdessen beginnt für sie eine neue Reise durch das Everywhen, eine Art Jenseits der Götter. Dort muss sie herausfinden, warum ihre Pläne zum Schutz von Kratos und Atreus in Gefahr geraten sind.
Ist God of War Laufey ein Spin-off oder ein Hauptteil?
Auf den ersten Blick wirkt God of War Laufey wie ein Spin-off. Die Hauptfigur wechselt, der Schauplatz ist neu und Kratos scheint nicht mehr im Zentrum zu stehen.
Offiziell wird das Spiel aber als nächster Hauptteil der Reihe beschrieben. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ein Spin-off erzählt meistens eine ergänzende Nebenhandlung oder folgt einer anderen Figur außerhalb der Hauptlinie. God of War Laufey scheint dagegen stärker mit der zentralen Entwicklung der Reihe verbunden zu sein.
Interessant ist auch: God of War Laufey ist nach aktuellem Stand kein klassisches Prequel. Die Handlung soll nicht einfach nur Fayes Vergangenheit vor Kratos erzählen, sondern direkt an ihren Tod beziehungsweise ihre Beerdigung am Anfang von God of War aus dem Jahr 2018 anknüpfen.
Es geht also nicht nur darum, was Faye früher erlebt hat. Das Spiel stellt offenbar die Frage, was nach ihrem Tod mit ihr passiert ist und wie ihre Geschichte trotzdem weitergeht.
Wer ist Laufey beziehungsweise Faye?
Laufey ist Fayes eigentlicher Name. In God of War von 2018 und God of War Ragnarök ist sie eine der wichtigsten Figuren der nordischen Saga, obwohl sie selbst lange nicht aktiv auftritt.
Sie ist Kratos’ verstorbene Frau und die Mutter von Atreus. Die Reise von Kratos und Atreus beginnt mit ihrem Wunsch, ihre Asche auf dem höchsten Gipfel der Reiche zu verstreuen. Erst nach und nach wird klar, dass Faye viel mehr wusste, als Kratos und Atreus zunächst ahnten. Sie war nicht nur Ehefrau und Mutter, sondern auch eine Kriegerin, eine Riesin und eine Person, deren Entscheidungen das Schicksal der Figuren stark beeinflusst haben. Ihr Vermächtnis zieht sich durch die gesamte nordische God-of-War-Geschichte. Sie muss also nicht erst künstlich eingeführt werden. Ihre Bedeutung war schon da, nur ihre eigene Perspektive fehlte bisher.
Worum geht es in God of War Laufey?
Die Handlung beginnt nach Fayes Tod. Nach ihrer Beerdigung erwacht sie an einem Ort, der nicht zu den bekannten Reichen der nordischen Saga gehört. Dort merkt sie, dass ihre Vorkehrungen zum Schutz von Kratos und Atreus bedroht sind.
Um ihre Familie zu retten, muss sie sich durch das Everywhen kämpfen. Dieses Reich wird als Jenseits der Götter beschrieben. Ein Ort, an dem Wesen aus unterschiedlichen Mythologien aufeinandertreffen und um Macht ringen.
Das ist ein spannender Schritt für die Reihe. God of War begann nämlich in der griechischen Mythologie und wechselte später in die nordische Welt. Mit dem Everywhen könnte Santa Monica Studio nun einen Ort geschaffen haben, an dem verschiedene Mythologien glaubwürdig miteinander verbunden werden können.
Das wäre mehr als nur ein neuer Schauplatz. Es könnte erklären, wie God of War künftig über Griechenland und die nordische Saga hinauswächst, ohne die bisherigen Geschichten einfach hinter sich zu lassen.

Was ist das Everywhen?
Das Everywhen ist einer der wichtigsten neuen Begriffe in God of War Laufey. Es wird als ein übergeordnetes Reich beschrieben, in dem Magie ihren Ursprung und ihr Ende findet. Gleichzeitig ist es ein Ort, an dem Götter und Kreaturen aus verschiedenen Mythologien zusammenkommen.
Damit unterscheidet sich das Everywhen von den bekannten Reichen wie Midgard, Asgard oder Jötunheim. Es wirkt weniger wie ein klassischer Ort auf einer Karte und eher wie eine Ebene, die über den bisherigen Welten steht.
Für Faye ist das Everywhen aber nicht nur ein mystischer Schauplatz. Es ist auch eine Falle. Sie erwacht dort nach ihrem Tod und muss herausfinden, warum sie nicht einfach wieder verschwinden kann. Zusätzlich ist der natürliche Fluss der Magie gestört, was ihre Flucht offenbar noch schwieriger macht.
Bereits bestätigt wurden unter anderem Begegnungen mit Sekhmet und Begtse. Beide Figuren zeigen, dass God of War Laufey nicht bei der nordischen Mythologie stehen bleibt. Sekhmet stammt aus der ägyptischen Mythologie, Begtse aus der tibetisch-mongolischen Tradition. Genau solche Begegnungen könnten dem Spiel eine größere mythologische Spannweite geben als die bisherigen Norse-Teile.
Faye reist nicht allein
Neu ist auch, dass Faye im Everywhen nicht allein unterwegs ist. Kurz nach ihrem Erwachen trifft sie auf zwei Begleiter: Phranque und Rue.
Dass Faye Begleiter bekommt, ist wichtig. Die modernen God-of-War-Spiele leben nicht nur von Kämpfen, sondern auch von Gesprächen während der Reise. Kratos und Atreus funktionierten so gut, weil sich ihre Beziehung ständig weiterentwickelt. God of War Laufey könnte mit Faye, Phranque und Rue eine neue Gruppendynamik aufbauen, ohne einfach dieselbe Vater-Sohn-Struktur zu kopieren.
Wie spielt sich Faye?
Faye soll sich nicht wie eine bloße Variante von Kratos spielen. Santa Monica Studio beschreibt ihren Kampfstil als schnell, kraftvoll und flüssig. Besonders betont wird die Verbindung aus moderner God-of-War-Wucht und der Beweglichkeit der alten griechischen Teile.
Das ist ein interessanter Ansatz. Die neueren God-of-War-Spiele sind deutlich schwerer und näher an den Figuren inszeniert als die älteren Teile. Die Kamera ist näher am Geschehen, die Kämpfe wirken körperlicher und direkter. Die griechischen Spiele waren dagegen schneller, luftiger und stärker auf flüssige Kombos ausgelegt.
Faye soll offenbar beides verbinden. Sie kann sich zwischen Boden- und Luftkampf bewegen, ohne dass der Kampf ins Stocken gerät. Das könnte God of War Laufey schneller und beweglicher machen als die jüngsten Kratos-Abenteuer, ohne den modernen Stil komplett aufzugeben.
Die Golden Hand of the Jötnar
Eine zentrale Rolle spielt Fayes Identität als Golden Hand of the Jötnar. Sie gilt als mächtige Beschützerin der Riesen und war schon in der bekannten Geschichte nicht einfach nur eine Nebenfigur im Leben von Kratos.
Im Everywhen werden ihre Fähigkeiten offenbar verstärkt. Besonders auffällig ist ihre Macht über Seelen. Faye kann Gegner nicht nur körperlich treffen, sondern auch deren Seele beeinflussen. In den bisherigen Informationen wird beschrieben, dass sie mit ihrer goldenen Hand die Seele eines Gegners vom Körper lösen und anschließend direkt angreifen kann.
Das klingt nach einem Kampfsystem, das stärker mit Magie und Kontrolle arbeitet als die brutale, schwere Kampfweise von Kratos. Während Kratos oft durch rohe Kraft und Waffenwechsel dominiert, könnte Faye mehr über Tempo, Bewegung, Seelenmagie und Kombos funktionieren.
Auch ihre Waffe unterscheidet sie von Kratos. Faye war früher mit der Leviathan-Axt verbunden, doch in God of War Laufey steht offenbar ein mächtiges Schwert im Mittelpunkt, das von Rue bewacht wird. Damit bekommt Faye nicht nur eine eigene Geschichte, sondern auch eine eigene spielerische Identität.

Warum Faye als Hauptfigur funktioniert
Faye ist als Hauptfigur interessant, weil sie nicht neu erfunden werden muss. Ihre Bedeutung wurde bereits in God of War und God of War Ragnarök aufgebaut. Spieler wissen, dass sie für Kratos und Atreus wichtig war. Gleichzeitig wissen sie noch längst nicht alles über sie.
Auch thematisch passt Faye gut zur Entwicklung der Reihe. God of War ist längst nicht mehr nur eine Geschichte über Wut und Rache. Die neueren Teile handeln von Familie, Schuld, Verantwortung, Verlust und dem Versuch, ein anderes Erbe zu hinterlassen. Faye steht genau an diesem Punkt: Sie ist eine Figur, deren Tod die Geschichte gestartet hat, deren Entscheidungen aber noch immer nachwirken.
Was bedeutet God of War Laufey für die Zukunft der Reihe?
Noch ist offen, wie groß God of War Laufey wird und wie stark das Spiel die Hauptgeschichte der Reihe voranbringt. Trotzdem deutet die Ankündigung auf eine klare Richtung hin: God of War wird breiter.
Kratos bleibt die prägende Figur der Marke, aber die Welt um ihn herum wird wichtiger. Atreus hat bereits gezeigt, dass die Reihe auch andere Perspektiven tragen kann. Faye könnte nun der nächste Schritt sein.
Gleichzeitig ist Vorsicht angebracht. Viele Details fehlen noch. Es gibt kein Release-Datum, keine Angaben zum Umfang und keine klare Aussage dazu, wie stark Kratos oder Atreus im Spiel vorkommen werden. Sicher ist bisher vor allem: God of War Laufey erscheint für PS5, Faye steht im Mittelpunkt und das Spiel wird als nächster Hauptteil der Reihe vorgestellt.

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