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The Blood of Dawnwalker: Warum das Vampir-RPG der Ex-Witcher-Macher spannend wird

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

Nahaufnahme aus The Blood of Dawnwalker: Coen steht einem bedrohlichen Vampir mit gefletschten Zähnen gegenüber.
© Rebel Wolves

Vampire sind im Gaming eigentlich nichts Neues. Dunkle Burgen, Blut, alte Flüche und übernatürliche Kräfte kennt man. Trotzdem wirkt The Blood of Dawnwalker gerade auffällig interessant, weil es nicht nur auf Gothic-Stimmung setzt, sondern auf eine sehr konkrete RPG-Idee: Was passiert, wenn man zwischen Mensch und Monster steht und nicht genug Zeit hat, alle zu retten?

Das Spiel kommt von Rebel Wolves, einem Studio aus Polen, das besonders deshalb Aufmerksamkeit bekommt, weil dort ehemalige Entwickler von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 arbeiten. Der Vergleich mit The Witcher liegt also nahe, aber Dawnwalker sollte man nicht nur als „nächstes Witcher-artiges RPG“ sehen. Dafür klingt der Ansatz eigen genug.

Was bisher bekannt ist

The Blood of Dawnwalker ist seit dem 3. September 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Das Spiel wird als Singleplayer-Open-World-Action-RPG beschrieben und entsteht in der Unreal Engine 5.

Spieler übernehmen die Rolle von Coen, einem jungen Mann in einem Europa des 14. Jahrhunderts. Die Welt ist von Pest, Gewalt und Machtkämpfen geprägt. Coen wird zum sogenannten Dawnwalker: tagsüber Mensch, nachts Vampir. Genau daraus entsteht der zentrale Reiz des Spiels.

Am Tag kämpft Coen anders als in der Nacht. Nachts kommen vampirische Fähigkeiten dazu, tagsüber ist er stärker an menschliche Grenzen gebunden. Das ist mehr als nur ein optischer Wechsel. Wenn das System funktioniert, kann daraus ein RPG entstehen, in dem Tageszeit, Entscheidungen und Spielstil tatsächlich Gewicht haben.

Die Storyline: Mensch am Tag, Vampir in der Nacht

Coens Geschichte beginnt in einer Welt, in der Menschen schwach sind und Vampire immer mehr Macht gewinnen. Seine Familie ist bedroht, und ihm bleiben nur 30 Tage und 30 Nächte, um sie zu retten.

Dieser Zeitrahmen ist einer der spannendsten Punkte am Spiel. Viele Rollenspiele erzählen von dringenden Gefahren, lassen Spieler aber trotzdem endlos Nebenquests erledigen. The Blood of Dawnwalker will diese Dringlichkeit offenbar stärker spürbar machen.

Dabei spielt auch Coens Doppelrolle als Mensch und Vampir eine große Rolle. Denn dadurch verändert sich nicht nur der Kampfstil, sondern möglicherweise auch die Art, wie man Quests angeht.

Das kann funktionieren, wenn das Spiel daraus echte Entscheidungen macht. Geht man tagsüber vorsichtiger vor? Nutzt man nachts mehr Macht, nimmt dafür aber moralische Folgen in Kauf? Wird man eher Retter oder Bedrohung?

Hier geht’s zum Trailer:

Warum der Witcher-Vergleich naheliegt

Der Vergleich mit The Witcher, der aufgrund des Teams und des europäischen Dark-Fantasy-Settings naheliegt, hilft dem Spiel, weil er sofort Erwartungen weckt. Wer The Witcher 3 mochte, schaut bei einem neuen RPG ehemaliger CD-Projekt-Entwickler automatisch genauer hin.

Gleichzeitig ist der Vergleich ein Risiko. The Witcher 3 ist für viele bis heute ein Maßstab für erzählerische Open-World-RPGs. Wenn Dawnwalker nur versucht, diese Erinnerung zu bedienen, wird es schwer. Interessanter ist deshalb, wo das Spiel eigene Wege gehen kann. Coen ist kein erfahrener Monsterjäger, der gegen Kreaturen antritt. Er ist selbst Teil dieser dunklen Welt. Mensch und Monster zugleich. Genau daraus kann ein anderer Ton entstehen.

Was The Blood of Dawnwalker besonders macht

The Blood of Dawnwalker setzt auf eine ungewöhnliche Kombination aus Zeitdruck, moralischen Entscheidungen und unterschiedlichen Fähigkeiten bei Tag und Nacht. Besonders interessant ist der Umgang mit der Zeit: Sie läuft nicht ständig im Hintergrund weiter, sondern schreitet vor allem durch bestimmte abgeschlossene Aufgaben und Entscheidungen voran. So können Spieler die Welt erkunden, ohne permanent gegen einen Countdown anzukämpfen.

Dazu kommt Coens innerer Konflikt zwischen Menschlichkeit und vampirischen Kräften. Statt nur eine möglichst große Fantasy-Welt zu bieten, verbindet Rebel Wolves die Geschichte mit Entscheidungen, die Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf haben. Genau darin liegt die Besonderheit des RPGs: Nicht jede Aufgabe lässt sich innerhalb der verfügbaren Zeit erledigen, und der Spieler muss selbst entscheiden, welche Konsequenzen er in Kauf nimmt.

Über den Autor

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Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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