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Battlefield 6 ist jetzt im Game Pass – lohnt sich der Einstieg nach einem Jahr?

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

Soldat blickt auf eine von Las Vegas inspirierte Wüstenstadt als Symbolbild für Battlefield 6, Season 5 und den Einstieg über den Game Pass.

Ein Jahr nach dem Release öffnet sich Battlefield 6 für ein deutlich größeres Publikum. Seit dem 13. Oktober ist der Shooter über den Xbox Game Pass Ultimate und den PC Game Pass verfügbar. Gleichzeitig ist Season 5 gestartet.

Wer das Spiel 2025 ausgelassen hat, findet heute ein viel umfangreicheres Battlefield 6 vor. Vier Seasons, neue Karten, Seekämpfe und zahlreiche Änderungen an Waffen, Fortschritt und Matchmaking haben das Spiel seitdem erweitert. Wie schwer ist es, als kompletter Neuling einzusteigen?

Der Game Pass kommt für Battlefield 6 zum richtigen Zeitpunkt

Zum Release musste man das Spiel noch kaufen. Heute steckt es über EA Play in beiden Abos. Enthalten ist das Basisspiel mit Kampagne und klassischem Multiplayer.

Season 5 bringt den Krieg nach Nevada. Mit Vegas Strip und Area 51 sind direkt zwei neue Karten verfügbar. Am 10. November folgt mit dem Casino-Überfall-Update außerdem das European Casino, ein stärker auf Infanteriekämpfe ausgelegter Schauplatz. Am 8. Dezember kommen unter anderem der lange geforderte Server-Browser und Platoons.

Wer weder Game Pass noch Battlefield 6 besitzt, kann das Spiel ebenfalls ausprobieren: Vom 15. bis 19. Oktober ist der Multiplayer auf PlayStation und Steam kostenlos spielbar. Laut EA stehen während dieser Trial alle verfügbaren Karten und Modi offen.

Ein Jahr Rückstand klingt schlimmer, als er ist

Bei einem Multiplayer-Spiel, das bereits vier abgeschlossene Seasons hinter sich hat, stellt sich schnell die Frage, ob Neueinsteiger überhaupt noch hinterherkommen. In Battlefield 6 ist der Abstand zu langjährigen Spielern zwar spürbar, vor allem bei Kartenkenntnis und Waffenaufsätzen. Beim eigentlichen Freischalten hat EA die Hürden aber gesenkt.

Seit dem Release wurden die benötigten XP für Waffen und Fahrzeuge reduziert. Auch Match-Abschlüsse bringen mehr Erfahrungspunkte. Verpasste saisonale Ausrüstung verschwindet außerdem nicht einfach: Für ältere Waffen und Gadgets gibt es Aufholherausforderungen, über die sie nachträglich freigeschaltet werden können.

Dazu kommt der Battle Pass: Neue funktionale Inhalte wie Waffen landen in den kostenlosen Stufen. Wer später beginnt, muss also nicht mehrere alte Premium-Pässe kaufen, um beim Arsenal aufzuholen. Kostenpflichtige Varianten bringen zusätzliche Belohnungen, Skins und schnelleren Fortschritt.

Das macht den Einstieg angenehmer, beseitigt den Vorsprung erfahrener Spieler aber nicht. Wer seit einem Jahr dieselben Karten spielt, weiß, wo Gegner auftauchen, welche Route zu einem Kontrollpunkt führt und wie sich Fahrzeuge am besten kontern lassen. Diesen Teil kann kein Catch-up-System ersetzen.

Was sich seit dem Release verändert hat

Bei manchen Service-Spielen bedeutet „ein Jahr später“ praktisch ein komplett neues Spiel. Bei Battlefield 6 ist das etwas anders. Der Multiplayer wurde schon zum Release vor allem für sein Gunplay, die Klassen, die Soundkulisse und die großen Schlachten gelobt. Deutlich schwächer kam die kurze, konventionelle Kampagne weg.

Im ersten Jahr ging es vor allem um Feinarbeit. Rückstoß und Körperschaden wurden verändert, die Zielhilfe überarbeitet und das Verhältnis zwischen kurzen und weiten Feuergefechten angepasst. Hinzu kamen neue Karten, Waffen und mit Season 4 sogar Seekämpfe.

Season 5 erweitert dieses Paket erneut. Neben den neuen Schauplätzen gibt es neue Waffen und Fahrzeuge, Rapid Royale für REDSEC sowie ab dem 20. Oktober ein Dead-Space-Event mit einem eigenen PvE-Modus für 16 Spieler. Wer jetzt anfängt, hat dadurch vom ersten Match an deutlich mehr Abwechslung als noch zum Release.

Das Grundprinzip hat sich nicht verändert. Battlefield 6 ist noch immer am stärksten, wenn Infanterie, Panzer, Helikopter und Zerstörung innerhalb einer großen Schlacht zusammenkommen. Wer mit dieser Art von kontrolliertem Chaos schon zum Release nichts anfangen konnte, findet auch mit Season 5 kein grundsätzlich anderes Spiel vor.

Beim Matchmaking ist Battlefield 6 noch nicht am Ziel

Ausgerechnet eines der wichtigsten Systeme eines Multiplayer-Shooters gehört weiterhin zu den Baustellen. EA hat selbst eingeräumt, dass Spieler über zu viele Bots in Lobbys, hohe Pings und unausgeglichene Matches geklagt haben. Dazu kamen parallele Playlists, die die Spielerschaft auf verschiedene Warteschlangen verteilten.

Anfang Oktober wurde das Matchmaking serverseitig angepasst. Seitdem sollen Gruppen häufiger zusammenbleiben und echte Spieler mehr Zeit bekommen, freie Plätze zu füllen, bevor Bots eingesetzt werden.

Die größere Änderung folgt am 8. Dezember mit dem Server-Browser. Statt ausschließlich darauf zu warten, wohin das Matchmaking einen schickt, sollen sich Server unter anderem nach Spielerzahl und Ping suchen lassen. Dazu kommen persistentere Lobbys, in denen eine gute Gruppe nicht nach jeder Runde sofort auseinandergerissen wird.

Der Game-Pass-Start dürfte zumindest kurzfristig viele neue Spieler in die Warteschlangen bringen. Ein größerer Spielerpool kann volle Matches erleichtern, ersetzt aber keine guten Matchmaking-Systeme. Deshalb könnte der Dezember für Battlefield 6 fast so wichtig werden wie der Start von Season 5.

Nicht jeder braucht Battlefield 6 im Game Pass

Wer nur Battle Royale spielen möchte, braucht weder den Game Pass noch das Basisspiel.

Battlefield REDSEC ist kostenlos erhältlich und enthält das Battle Royale, den neuen Rapid-Royale-Modus sowie weitere Inhalte wie Portal. Wer hauptsächlich wegen dieses Modus neugierig ist, kann also zuerst dort einsteigen und sich ein eigenes Bild vom Gunplay machen.

Der Game Pass lohnt sich vor allem für alle, die das eigentliche Battlefield wollen: große Multiplayer-Schlachten, klassische Modi, Fahrzeuge, die vollständige Kartenauswahl und die Kampagne. Für reine Singleplayer-Spieler ist das Angebot weniger spannend, denn die Kampagne ist auch nach einem Jahr nicht die Stärke des Spiels.

Lohnt sich Battlefield 6 jetzt für Neueinsteiger?

Für Multiplayer-Fans ist der Einstieg heute leichter als zum Release. Das Basisspiel steckt jetzt im Game Pass, der Fortschritt wurde beschleunigt und verpasste Waffen lassen sich nachholen. Gleichzeitig beginnt mit Season 5 das zweite Jahr mit neuen Karten und weiteren größeren Änderungen.

Ein perfekter Neustart ist es trotzdem nicht. Veteranen haben einen Wissensvorsprung, das Matchmaking wird noch überarbeitet und wichtige Funktionen wie der Server-Browser kommen erst im Dezember.

Wer große Schlachten, Fahrzeuge und die typische Battlefield-Mischung aus Teamplay und Chaos mag, kann jetzt einsteigen und muss sich nicht ein Jahr zu spät fühlen. Für genau diese Spieler ist der Game-Pass-Start der bisher beste Zeitpunkt, um Battlefield 6 auszuprobieren.

Über den Autor

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Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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