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Resident Evil Veronica: Warum Capcom ausgerechnet diesen Horror-Klassiker zurückholt

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

© Steam

Capcom arbeitet weiter an der großen Neuordnung seiner Horror-Vergangenheit. Nach den erfolgreichen Remakes von Resident Evil 2, 3 und 4 ist jetzt ein Teil an der Reihe, den viele Fans schon lange zurückhaben wollten: Resident Evil Code: Veronica.

Nur heißt das Remake nicht mehr so. Capcom nennt es schlicht Resident Evil Veronica. Das wirkt wie ein kleines Detail, sagt aber ziemlich viel. Aus einem Teil, der lange zwischen Hauptreihe, Spin-off-Gefühl und Fanliebling hing, soll nun sichtbar ein wichtiges Kapitel der Reihe werden.

Was bisher bekannt ist

Resident Evil Veronica soll 2027 erscheinen. Geplant ist das Remake für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC.

Das Original erschien 2000 für die Dreamcast und spielt nach den Ereignissen von Resident Evil 2 und Resident Evil 3. Im Mittelpunkt steht Claire Redfield, die weiter nach ihrem Bruder Chris sucht und auf Rockfort Island landet, einer abgelegenen Umbrella-Anlage, auf der natürlich nichts lange ruhig bleibt.

Für das Remake wird die Geschichte neu aufbereitet. Capcom setzt auf moderne Technik, eine zeitgemäßere Präsentation und ein Gameplay, das näher an den jüngeren Remakes liegen dürfte als am alten Survival-Horror mit fester Kamera und Tank-Steuerung.

Hier geht’s zum Trailer:

Warum Resident Evil Code: Veronica nie ganz wie ein Nebenteil wirkte

Dass Resident Evil Code: Veronica keinen nummerierten Titel hatte, war immer etwas irreführend. Inhaltlich war das Spiel deutlich wichtiger, als es von außen wirkte. Claire Redfield kehrt zurück, Chris Redfield spielt eine größere Rolle, Umbrella steht weiter im Zentrum, und Albert Wesker wird für die spätere Reihe wieder bedeutender. Wer die Resident-Evil-Geschichte nur über die nummerierten Hauptteile kennt, übersieht schnell, wie viele Fäden hier weitergeführt wurden.

Trotzdem blieb Resident Evil Code: Veronica für viele eher ein „Fan-Teil“. Geliebt, diskutiert, aber nie so präsent wie Resident Evil 2 oder Resident Evil 4. Das lag auch an seiner Plattformgeschichte. Die Dreamcast war nicht die Konsole, auf der die große Masse Resident Evil spielte. Ein Remake kann genau das ändern.

Warum dieses Remake schwieriger ist als es klingt

Resident Evil Veronica hat viel, was heute gut funktionieren kann: eine isolierte Insel, Claire als starke Hauptfigur, klassische Umbrella-Horror-Stimmung und eine Geschichte, die direkt an die alte Reihe anschließt.

Es hat aber auch Dinge, die Capcom vorsichtig anfassen muss. Das Original war stellenweise sehr melodramatisch, manchmal sperrig und in seinem Ton eigenwilliger als andere Teile. Genau das macht es interessant, aber auch riskant.

Ein zu glattes Remake könnte den Charakter des Spiels verlieren. Ein zu treues Remake könnte sich dagegen altmodisch anfühlen. Capcom muss also nicht nur Grafik und Steuerung modernisieren, sondern entscheiden, was von diesem speziellen Horror erhalten bleiben soll.

Warum Fans so genau hinschauen

Capcom hat mit Resident Evil 2 und Resident Evil 4 gezeigt, wie stark Remakes sein können, wenn sie nicht nur polieren, sondern neu denken. Genau daran wird Veronica jetzt gemessen.

Die Erwartung ist deshalb hoch. Viele Fans sehen das Remake als fehlendes Puzzlestück in Capcoms moderner Resident-Evil-Reihe. Nach Raccoon City und Leon Kennedys Spanien-Horror wirkt Rockfort Island wie der nächste logische Ort, den Capcom neu aufbauen kann.

Gleichzeitig hat Veronica einen Vorteil: Es ist bekannt genug, um Hype auszulösen, aber nicht so überspielt wie andere Klassiker. Für viele neue Spieler könnte es sich fast wie ein neues Resident Evil anfühlen.

Warum Resident Evil Veronica auf die Watchlist gehört

Resident Evil Veronica kommt zu einem guten Zeitpunkt. Die Reihe ist stark, Capcom hat bei Remakes viel Vertrauen aufgebaut, und Fans warten seit Jahren darauf, dass Resident Evil Code: Veronica endlich dieselbe Behandlung bekommt wie die großen nummerierten Teile.

Der Hype entsteht also nicht nur aus Nostalgie. Er entsteht, weil dieses Spiel eine Lücke schließen kann. Veronica war immer wichtiger, als sein Ruf vermuten ließ. Jetzt bekommt Capcom die Gelegenheit, genau das zu zeigen.

Wenn das Remake die Geschichte strafft, die Atmosphäre ernst nimmt und Claire Redfields Kapitel modern genug erzählt, könnte Resident Evil Veronica mehr werden als ein weiterer Rückgriff auf die Vergangenheit. Es könnte der Teil sein, der vielen erst jetzt zeigt, warum Resident Evil Code: Veronica für Resident Evil nie wirklich nebensächlich war.

Über den Autor

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Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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