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Ocarina of Time bekommt ein Remake: Warum Nintendo an einem Gaming-Heiligtum rührt

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

© Nintendo

Manche Remakes sind einfach nette Neuauflagen. Ein bisschen bessere Grafik, modernere Steuerung, neues Marketing. Fertig. Bei Ocarina of Time ist das anders.

Nintendo bringt eines der bekanntesten Zelda-Spiele zurück und damit nicht irgendeinen alten Klassiker, sondern ein Spiel, das für viele fast schon unantastbar wirkt. Wer Ocarina of Time 1998 gespielt hat, erinnert sich nicht nur an Dungeons, Musik und den ersten Blick auf Hyrule. Viele erinnern sich an den Moment, in dem 3D-Abenteuer plötzlich größer, freier und ernster wirkten als alles davor.

Genau deshalb ist dieses Remake spannend. Nicht nur, weil ein berühmtes Spiel schöner aussehen wird. Sondern weil Nintendo an einem Stück Gaming-Geschichte arbeitet, bei dem jede Veränderung auffällt.

Was bisher zum Ocarina-of-Time-Remake bekannt ist

Viele Details hält Nintendo noch zurück. Sicher ist bisher: Das Ocarina-of-Time-Remake erscheint 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Ein genauer Release-Termin wurde noch nicht genannt.

Auch spielerisch ist noch vieles offen. Bisher ist nur klar, dass der Nintendo-64-Klassiker für eine neue Generation zurückkehren soll. Ob Nintendo lediglich Grafik, Steuerung und Präsentation modernisiert oder auch größere Änderungen an Welt, Dungeons und Ablauf vornimmt, ist noch nicht bekannt.

Hier geht’s zum Trailer:

Warum Ocarina of Time so wichtig ist

Ocarina of Time war nicht das erste 3D-Spiel. Aber es war eines der Spiele, die gezeigt haben, wie ein großes Abenteuer in 3D funktionieren kann.

Hyrule fühlte sich damals nicht einfach wie eine Kulisse an. Es war ein Ort, den man durchqueren konnte. Mit Feldern, Dörfern, Tempeln, Geheimnissen und dieser Mischung aus Märchen, Gefahr und Melancholie, die Zelda bis heute prägt.

Auch spielerisch war Ocarina of Time wichtig. Kämpfe, Kamera, Rätsel, Zielsysteme, Reiten, Dungeons, Musik als Teil des Gameplays. Viele Dinge, die heute selbstverständlich wirken, mussten damals erst eine Form finden. Das Spiel kam in einer Zeit, in der Entwickler noch herausfinden mussten, wie man Figuren sinnvoll durch dreidimensionale Welten bewegt.

Ein Remake ist hier riskanter als bei vielen anderen Spielen

Genau das macht ein Remake schwierig. Bei einem weniger bekannten Spiel kann man freier umbauen. Bei Ocarina of Time wird jede Entscheidung sofort bewertet.

Wie modern darf die Grafik werden? Wie stark darf Nintendo die Steuerung verändern? Müssen die Dungeons gleich bleiben? Soll Hyrule größer wirken? Darf ein Klassiker bequemer werden, ohne seinen Rhythmus zu verlieren?

Das Problem ist nicht, dass Fans keine Verbesserungen wollen. Natürlich darf ein Remake besser aussehen, flüssiger laufen und sich moderner steuern. Aber Ocarina of Time lebt nicht nur von seinen Ideen. Es lebt auch von seinem Tempo, seiner Stimmung und seinen Eigenheiten.

Ein zu vorsichtiges Remake könnte sich überflüssig anfühlen. Ein zu modernes Remake könnte genau das verlieren, was das Original besonders gemacht hat.

Nintendo verkauft nicht nur Nostalgie

Natürlich spielt Nostalgie eine Rolle. Für viele ältere Spieler ist das Remake eine Rückkehr in die eigene Gaming-Vergangenheit. Für jüngere Spieler ist es eine Chance, einen Klassiker ohne die technischen Hürden der 90er kennenzulernen.

Aber Nintendo verkauft hier mehr als Erinnerungen.

Das Remake kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Switch 2 starke Marken braucht. Ein neues Zelda ist immer ein Ereignis, aber ein Ocarina-of-Time-Remake hat noch einmal eine andere Wirkung. Es sagt nicht nur: Hier kommt ein Spiel. Es sagt: Hier kommt ein Teil unserer Geschichte zurück.

Gerade deshalb wird interessant, wie mutig Nintendo wirklich ist. Bleibt es eine sehr edle Neuauflage? Oder nutzt Nintendo die Chance, Ocarina of Time so zu übersetzen, dass es sich für heutige Spieler wieder ähnlich besonders anfühlt wie damals?

Die große Frage ist nicht, ob es schön aussieht

Ein Ocarina-of-Time-Remake wird vermutlich moderner aussehen und sich frischer anfühlen. Die eigentliche Frage lautet aber: Kann ein Spiel, das damals so stark von seinem historischen Moment gelebt hat, heute noch dieselbe Wirkung entfalten?

1998 war 3D-Gaming noch jung. Heute sind offene Welten, filmische Inszenierung und große Fantasy-Abenteuer selbstverständlich. Spieler haben Breath of the Wild, Tears of the Kingdom, Elden Ring, The Witcher 3 und unzählige andere Welten erlebt. Hyrule ist nicht mehr automatisch riesig, nur weil man über eine Ebene reiten kann.

Deshalb muss das Remake mehr schaffen als Erinnerung. Es muss erklären, warum Ocarina of Time nicht nur damals spannend war, sondern heute noch funktioniert. Vielleicht liegt genau darin die Chance. Wenn Nintendo es richtig macht, wird das Remake nicht nur ein Denkmal. Es könnte zeigen, warum manche Spiele nicht alt werden, sondern immer wieder neu gelesen werden können.

Über den Autor

2 Artikel

Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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