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Handy-Akku richtig laden: Ist die 20-80-Regel wirklich sinnvoll?

Geschrieben von Alba Aliti

Zuletzt aktualisiert am

Smartphone wird über ein Ladekabel auf einem Schreibtisch geladen.

Den Handy-Akku nie unter 20 Prozent fallen lassen und spätestens bei 80 Prozent vom Strom nehmen: Dieser Tipp hält sich seit Jahren hartnäckig. Ganz aus der Luft gegriffen ist die sogenannte 20-80-Regel nicht. Wer sie zu genau nimmt, macht sich das Laden allerdings komplizierter als nötig.

Warum 20 bis 80 Prozent den Akku schonen können

In Smartphones stecken Lithium-Ionen-Akkus. Besonders wohl fühlen sich diese nicht, wenn sie ständig an ihren Grenzen betrieben werden. Ein sehr hoher Ladezustand über längere Zeit und häufiges starkes Entladen können die Alterung beschleunigen.

Deshalb ist der Bereich zwischen ungefähr 20 und 80 Prozent tatsächlich akkuschonend. Die Zahlen sind aber keine magische Grenze. Ein Smartphone nimmt keinen Schaden, nur weil es einmal auf 15 Prozent fällt oder bis 100 Prozent geladen wird.

Dass ein niedrigeres Ladelimit sinnvoll sein kann, zeigen inzwischen auch die Hersteller selbst. Bei neueren iPhones lässt sich beispielsweise ein maximales Ladelimit festlegen. Auch viele Samsung-Galaxy-Geräte bieten einen Akkuschutz, der den Ladevorgang bei einem festgelegten Wert beendet.

Muss man das Handy bei 80 Prozent sofort abstecken?

Wer morgens einen langen Tag vor sich hat, kann sein Smartphone ohne schlechtes Gewissen auf 100 Prozent laden. Für den Akku ist vor allem ungünstig, wenn er regelmäßig lange Zeit vollständig geladen bleibt.

Genau deshalb gibt es Funktionen wie Apples „Optimiertes Laden“ oder den adaptiven Akkuschutz von Samsung. Das Smartphone hält den Ladevorgang beispielsweise nachts zunächst bei etwa 80 Prozent an und lädt erst kurz vor dem erwarteten Aufstehen vollständig auf.

Auch das Laden über Nacht ist deshalb nicht grundsätzlich schädlich. Moderne Smartphones beenden den eigentlichen Ladevorgang, wenn der Akku voll ist. Akkuoptimierungen sollen zusätzlich verhindern, dass das Gerät unnötig lange bei 100 Prozent bleibt.

Wärme ist für den Akku oft das größere Problem

Wer seinen Akku schonen möchte, sollte nicht ständig auf einzelne Prozentpunkte schauen. Mindestens genauso wichtig ist die Temperatur.

Hohe Temperaturen beschleunigen die chemische Alterung eines Lithium-Ionen-Akkus. Problematisch kann deshalb beispielsweise sein, das Smartphone beim Laden in der Sonne liegen zu lassen oder es während des Ladens stark zu beanspruchen, wenn es dadurch deutlich heiß wird.

Die sinnvollste Strategie im Alltag ist daher ziemlich unspektakulär:

  • Wenn es ohne großen Aufwand möglich ist, den Akku meist zwischen 20 und 80 Prozent halten.
  • 100 Prozent nutzen, wenn die zusätzliche Laufzeit gebraucht wird.
  • Das Smartphone nicht regelmäßig komplett leer laufen lassen.
  • Starke Hitze beim Laden möglichst vermeiden.
  • Vorhandene Funktionen wie Ladelimit oder optimiertes Laden aktivieren.

Die 20-80-Regel ist damit kein Mythos, aber auch kein Gesetz. Sie kann die Belastung des Akkus reduzieren. Wer sein Smartphone möglichst lange nutzen möchte, profitiert davon. Für ein paar zusätzliche Prozent Akkuschonung muss allerdings niemand täglich neben der Steckdose stehen und bei exakt 80 Prozent den Stecker ziehen.

Über den Autor

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Alba Aliti

Ich schreibe für Themenblick Artikel über Gaming, Wissen, Freizeit, Filme & Serien und Sport. Ich lese gerne, beschäftige mich mit unterschiedlichen Themen und mag es, Dinge so zu erklären, dass sie schnell verständlich werden. Gute Artikel sollten nämlich nicht nur informieren, sondern auch angenehm zu lesen sein.

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