Informationen aus Slack zusammensuchen, Meeting-Notizen durchgehen, Produktdokumente prüfen und anschließend alles zu einem brauchbaren Entwurf zusammenführen. Genau solche Aufgaben soll ChatGPT Work übernehmen.
Der neue Arbeitsmodus richtet sich vor allem an längere und komplexere Aufgaben. Statt Informationen aus verschiedenen Quellen selbst zusammenzutragen, kann ChatGPT Work verbundene Apps und Dateien einbeziehen und daraus ein zusammenhängendes Ergebnis erstellen.
Was ist ChatGPT Work?
ChatGPT Work wird von GPT-5.6 angetrieben und ist ein auf längere und komplexere Aufgaben ausgelegter Agent innerhalb von ChatGPT. Anders als ein gewöhnlicher Chat soll Work nicht nur einzelne Fragen beantworten, sondern mehrere Arbeitsschritte hintereinander durchführen.
Dafür kann Work unter anderem Informationen recherchieren und analysieren, auf verbundene Apps und Dateien zugreifen und daraus fertige Dokumente, Tabellen, Präsentationen, Berichte oder andere Ergebnisse erstellen. Nutzer können dabei verfolgen, woran ChatGPT gerade arbeitet, Rückfragen beantworten und den Prozess bei Bedarf korrigieren.
Eine wichtige Rolle spielen auch Plugins. Sie bündeln Funktionen für bestimmte Arbeitsabläufe und können Apps enthalten, über die ChatGPT auf externe Tools und Daten zugreifen kann. Dadurch lassen sich beispielsweise Informationen aus verschiedenen Arbeitswerkzeugen in einer Aufgabe zusammenführen, sofern die entsprechenden Zugriffsrechte eingerichtet wurden.
So kann ChatGPT Work Informationen zusammenführen
Ein typischer Anwendungsfall ist die Erstellung eines umfangreicheren Textes aus mehreren unterschiedlichen Quellen.
Dabei können beispielsweise Informationen aus:
- Slack oder anderen Kommunikationsplattformen
- Meeting-Notizen
- Produktdokumentationen
- Nutzerforschung
zusammengeführt und zu einem ersten Entwurf verarbeitet werden.
Damit der Entwurf nicht bei null beginnen muss, können zusätzlich bestehende Vorlagen und frühere Texte als Orientierung dienen. So lassen sich etwa Aufbau, Struktur und Ton stärker an bereits vorhandene Inhalte anpassen.
Auch umfangreiches Interviewmaterial kann in den Arbeitsprozess einbezogen werden. Statt mehrere Transkripte manuell durchzugehen, kann ChatGPT Work nach Aussagen suchen, die zu bestimmten Themen oder Anforderungen passen.
Über Scheduled Tasks kann Work außerdem Änderungen in verbundenen Quellen überwachen und entsprechende Aktualisierungen für bestehende Inhalte vorschlagen.
Was unterscheidet ChatGPT Work vom normalen Chat?
Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein im Zugriff auf verbundene Quellen. Auch im normalen Chat können Plugins und Apps genutzt werden. ChatGPT Work ist jedoch speziell darauf ausgelegt, längere Aufgaben mit mehreren Arbeitsschritten zu übernehmen und daraus ein fertiges Ergebnis zu erstellen.
So kann beispielsweise zuerst Material aus verschiedenen Quellen gesammelt, anschließend strukturiert und danach in ein gewünschtes Format gebracht werden.
Gerade bei Aufgaben, bei denen Informationen über mehrere Dokumente, Apps oder Gesprächsnotizen verteilt sind, kann das den manuellen Aufwand deutlich reduzieren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ChatGPT automatisch Zugriff auf sämtliche Daten erhält. Welche Apps und Dateien verwendet werden können, hängt von den eingerichteten Verbindungen und den jeweiligen Berechtigungen ab.
Auch in anderen Bereichen verändert künstliche Intelligenz bereits bestehende Arbeitsabläufe, etwa in der Filmproduktion oder Spieleentwicklung.
Wer ChatGPT Work nutzen kann
ChatGPT Work wurde am 9. Juli 2026 vorgestellt. In der Desktop-App für macOS und Windows ist Work laut OpenAI für alle ChatGPT-Tarife verfügbar.
Auf der Webversion und auf Mobilgeräten steht der Arbeitsmodus derzeit für Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu zur Verfügung.
Welche Funktionen tatsächlich genutzt werden können, kann sich dennoch unterscheiden. Insbesondere bei Plugins und verbundenen Apps spielen der Tarif, die verwendete Plattform sowie die jeweiligen Berechtigungen eine Rolle.
ChatGPT Work soll damit vor allem dort helfen, wo eine Aufgabe nicht aus einer einzelnen Frage besteht, sondern Informationen aus mehreren Quellen gesammelt, geprüft und anschließend zu einem konkreten Ergebnis verarbeitet werden müssen.

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