Bei der WM 2026 sind Deutschland, Österreich und die Schweiz dabei. Dabei stehen alle drei Teams mit unterschiedlichen Erwartungen. Deutschland will nach enttäuschenden Weltmeisterschaften wieder weit kommen. Die Schweiz geht als stabiles Turnierteam in eine machbare Gruppe und Österreich ist nach fast 30 Jahren wieder zurück auf der großen WM-Bühne.
Eine sichere Prognose gibt es natürlich nie. Entscheidend für einen Vergleich sind die Gruppengegner, die Qualität im Kader, die Erfahrung bei großen Turnieren und der neue WM-Modus. Durch das Format mit 48 Teams kommen nicht nur die Gruppensieger und Gruppenzweiten weiter, sondern auch die acht besten Gruppendritten. Das erhöht vor allem für Teams wie Österreich die Chancen.
Deutschland hat die beste Ausgangslage
Deutschland spielt in Gruppe E gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Auf dem Papier ist das die beste Ausgangslage der drei DACH-Teams. Deutschland ist Favorit auf den Gruppensieg und wird auch von Wettquoten und Prognosen im erweiterten Favoritenkreis gesehen.
Der Kader bringt viel Qualität mit. Spieler wie Jamal Musiala, Florian Wirtz, Joshua Kimmich, Kai Havertz oder Leroy Sané sorgen dafür, dass Deutschland offensiv zu den interessanteren Teams des Turniers gehört. Dazu kommt viel Turniererfahrung, auch wenn die letzten Weltmeisterschaften für die DFB-Elf enttäuschend verliefen.
Genau darin liegt aber auch der Druck. Nach dem frühen Aus 2018 und 2022 reicht eine solide Gruppenphase nicht mehr aus, um wirklich Euphorie auszulösen. Deutschland muss zeigen, dass es wieder konstant genug für ein großes Turnier ist.
Die Gruppe ist machbar, aber nicht komplett harmlos. Curaçao ist klarer Außenseiter. Die Elfenbeinküste kann körperlich und individuell unangenehm werden. Ecuador ist ebenfalls kein Gegner, den man unterschätzen sollte. Trotzdem gilt: Wenn Deutschland normal liefert, sollte der Einzug in die K.o.-Phase Pflicht sein. Auch ein tiefer Lauf ist realistischer als bei Österreich und der Schweiz.
Die Schweiz wirkt stabil und gut positioniert
Die Schweiz spielt in Gruppe B gegen Kanada, Bosnien und Herzegowina sowie Katar. Diese Gruppe wirkt nicht einfach geschenkt, aber sehr gut machbar. In mehreren Einschätzungen wird die Schweiz als Favorit oder zumindest als klarer Kandidat für das Weiterkommen gesehen.
Das passt zum Bild der letzten Jahre. Die Schweizer Nati ist kein lautes Spektakelteam, aber sie ist stabil, erfahren und schwer zu schlagen.
Mit Spielern wie Granit Xhaka, Manuel Akanji und Gregor Kobel hat die Schweiz eine starke Achse. Sie bringt Ordnung, Erfahrung und Ruhe mit. Das kann in einer Gruppe mit Kanada, Bosnien und Katar ein großer Vorteil sein.
Der große Unterschied zu Deutschland liegt bei der Erwartung. Bei Deutschland denkt man schneller an Viertelfinale, Halbfinale oder mehr. Bei der Schweiz wirkt der Einzug in die K.o.-Phase sehr realistisch, ein ganz tiefer Lauf aber weniger wahrscheinlich. Trotzdem kann die Schweiz bei einem guten Turnierverlauf wieder sehr unangenehm werden.
Österreich ist spannend, aber hat den schwierigeren Weg
Österreich spielt in Gruppe J gegen Argentinien, Algerien und Jordanien. Diese Gruppe ist deutlich schwieriger als jene von Deutschland und der Schweiz. Argentinien ist als Titelverteidiger der klare Favorit. Für Österreich werden vor allem die Spiele gegen Algerien und Jordanien entscheidend.
Unter Ralf Rangnick hat sich die Mannschaft jedoch stark entwickelt. Österreich spielt intensiver, mutiger und organisierter als noch vor einigen Jahren. Der Kader ist besser als früher, viele Spieler sind in starken europäischen Ligen aktiv.
Die Mannschaft hat genug Qualität, um weiterzukommen. Gleichzeitig ist der Weg enger als bei Deutschland oder der Schweiz. Gegen Argentinien wäre jeder Punkt ein großer Erfolg. Gegen Algerien könnte es direkt um Platz zwei gehen. Gegen Jordanien muss Österreich liefern.
Der neue Modus hilft Österreich zusätzlich. Selbst wenn es nicht für Platz zwei reicht, kann ein guter dritter Platz noch für die K.o.-Phase reichen. Das macht die Gruppe nicht leicht, aber es hält die Tür länger offen.
Wer hat die besten Chancen
Im direkten Vergleich liegt Deutschland vorne. Die Gruppe ist machbar, der Kader stark und die Chancen auf einen tiefen Turnierlauf sind am größten. Deutschland hat aber auch den meisten Druck.
Die Schweiz folgt knapp dahinter, wenn es um das Weiterkommen geht. Ihre Gruppe ist gut lösbar, und die Mannschaft ist turniererfahren. Für einen ganz großen Lauf müsste aber vieles zusammenpassen.
Österreich hat die schwierigste Aufgabe. Die Mannschaft ist stark genug, um weiterzukommen, muss dafür aber wahrscheinlich gegen Algerien und Jordanien sehr konsequent punkten. Der dritte Platz könnte am Ende noch wichtig werden.
| Team | Einschätzung |
| Deutschland | Beste Chancen auf Gruppensieg und tiefen Turnierlauf |
| Schweiz | Sehr gute Chancen auf die K.o.-Phase |
| Österreich | Schwierige Gruppe, aber realistische Chance auf Weiterkommen |

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