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Switch 2 kostet jetzt 499,99 Euro: Lohnt sich der Kauf noch?

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

Nintendo Switch 2 mit Joy-Con vor blau-roter Gaming-Kulisse

Seit dem 1. September 2026 gilt für die Nintendo Switch 2 in Europa ein neuer offizieller Preis. Statt 469,99 Euro kostet die Konsole im Nintendo Store nun 499,99 Euro. Das entspricht einer Steigerung um 30 Euro. In den USA fällt der Sprung sogar noch größer aus. Dort steigt der Preis von 449,99 auf 499,99 US-Dollar.

Damit kratzt Nintendos aktuelle Konsole erstmals an der 500-Euro-Marke. Doch ist die Switch 2 diesen Preis inzwischen überhaupt wert?

Nintendo macht die Switch 2 nach gut einem Jahr teurer

Die Switch 2 kam am 5. Juni 2025 auf den Markt. Etwa 15 Monate später hebt Nintendo nun erstmals die unverbindliche Preisempfehlung der Konsole an.

RegionBis 31. AugustSeit 1. September
Europa469,99 €499,99 €
USA449,99 $499,99 $

Offiziell begründet Nintendo die Anpassung mit veränderten Marktbedingungen, die nach Einschätzung des Unternehmens auch mittel- bis langfristig anhalten werden. In der gesamten Branche sorgen unter anderem steigende Kosten für Speicherchips und andere Komponenten für zusätzlichen Preisdruck.

499,99 Euro sind allerdings der neue Preis im Nintendo Store. Händler müssen sich nicht daran halten. Wer aktuell kaufen möchte, kann deshalb weiterhin deutlich weniger bezahlen.

Das Spieleangebot ist inzwischen deutlich stärker

Beim Start der Switch 2 war die Auswahl an echten Kaufargumenten noch überschaubar. Mehr als ein Jahr später sieht das anders aus. Nintendo hat inzwischen mehrere große Exklusivtitel veröffentlicht und für die kommenden Monate weitere angekündigt.

Nintendo- und Switch-2-Exklusivtitel
Release
Mario Kart World5. Juni 2025
Donkey Kong Bananza17. Juli 2025
Pokémon Pokopia5. März 2026
Star Fox25. Juni 2026
Splatoon Raiders23. Juli 2026
Fire Emblem: Fortune’s Weave17. September 2026
Nintendo Switch Sports Resort22. Oktober 2026
The Legend of Zelda: Ocarina of Time2026

Doch Nintendo lebt nicht nur von eigenen Spielen. Eine der größten Verbesserungen gegenüber früheren Nintendo-Konsolen ist der deutlich stärkere Third-Party-Support.

Third-Party-SpielSwitch-2-Release
Resident Evil Requiembereits erhältlich
Elden Ring Tarnished EditionAugust 2026
EA Sports FC 27September 2026
Call of Duty: Modern Warfare 4Oktober 2026
The Duskbloods2026
Kingdom Hearts IV2027
Resident Evil Veronica2027

Damit verliert einer der größten Kritikpunkte früherer Nintendo-Konsolen zumindest teilweise an Bedeutung: Wer Nintendo-Spiele spielen möchte, muss bei vielen großen Spielen anderer Publisher inzwischen deutlich weniger verzichten.

Auch die Hardware bietet mehr als die erste Switch

Auch technisch ist die Switch 2 ein deutlicher Sprung gegenüber ihrem Vorgänger. Das 7,9 Zoll große LCD-Display löst mit 1920 × 1080 Pixeln auf und unterstützt HDR sowie VRR mit bis zu 120 Hz. In unterstützten Spielen sind Bildraten von bis zu 120 fps möglich. Auf einem kompatiblen Fernseher sind Auflösungen von bis zu 4K bei 60 fps möglich.

Die Joy-Con 2 werden nicht mehr über Schienen eingeschoben, sondern magnetisch an der Konsole befestigt. In unterstützten Spielen lassen sie sich außerdem ähnlich wie eine Computermaus über eine Oberfläche bewegen. Hinzu kommen 256 GB interner Speicher statt 32 bzw. 64 GB bei den ursprünglichen Switch-Modellen.

Ein weiterer Vorteil ist die Abwärtskompatibilität. Ein großer Teil der physischen und digitalen Spiele der ersten Switch kann auch auf der Switch 2 gespielt werden. Einzelne Titel können allerdings Einschränkungen haben.

Wer noch eine normale Switch besitzt, bekommt damit ein deutliches technisches Upgrade. Für Besitzer einer Switch OLED, die hauptsächlich ältere Switch-Spiele spielen, ist der Wechsel dagegen weniger dringend.

Für wen lohnt sich die Switch 2 für 499,99 Euro?

Für Nintendo-Fans ist die Antwort am einfachsten. Wer auch in den kommenden Jahren neue Spiele rund um Mario, Zelda, Pokémon, Donkey Kong, Animal Crossing oder andere große Nintendo-Marken spielen möchte, wird langfristig kaum an der Switch 2 vorbeikommen.

Noch sind längst nicht alle großen Reihen auf der neuen Generation angekommen. Dass Nintendo während des Lebenszyklus seiner aktuellen Konsole weitere seiner wichtigsten Marken zurückbringen wird, dürfte angesichts der vergangenen Generationen aber eher eine Frage des Wann als des Ob sein.

Auch für Spieler, die Handheld und klassische Heimkonsole in einem Gerät wollen, bleibt die Switch 2 interessant. Ein Spiel kann am Fernseher begonnen und anschließend unterwegs auf demselben Gerät fortgesetzt werden. Gleichzeitig ist der Third-Party-Katalog inzwischen groß genug, dass die Switch 2 nicht mehr ausschließlich als Zweitkonsole für Nintendo-Spiele interessant ist.

Weniger überzeugend ist sie dagegen für Spieler, denen maximale Grafikqualität und Performance wichtiger sind als Mobilität. Multiplattform-Titel laufen auf leistungsstärkeren Konsolen und Gaming-PCs in der Regel mit weniger technischen Kompromissen.

Auch wer die Konsole hauptsächlich wegen GTA 6 kaufen möchte, sollte zu einer anderen Plattform greifen. Rockstar nennt für den Release am 19. November 2026 derzeit ausschließlich PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Eine Switch-2-Version wurde bisher nicht angekündigt.

Fazit: 500 Euro sind viel – die Switch 2 bietet dafür inzwischen aber mehr

499,99 Euro sind kein Schnäppchen. Die Preiserhöhung macht die Switch 2 objektiv weniger attraktiv als noch Ende August. Gleichzeitig ist die Konsole heute aber deutlich besser aufgestellt als bei ihrem Start.

Nintendo hat seinen eigenen Spielekatalog ausgebaut und vor allem beim Third-Party-Support einen großen Schritt gemacht. Call of Duty, Elden Ring, Resident Evil und andere große Reihen wären auf früheren Nintendo-Konsolen in dieser Form kaum selbstverständlich gewesen.

Wer Nintendo-Spiele liebt und gleichzeitig eine Konsole für unterwegs sucht, bekommt deshalb auch für knapp 500 Euro ein überzeugendes Gesamtpaket. Den vollen UVP muss man aktuell allerdings nicht unbedingt bezahlen: Ein Preisvergleich lohnt sich, denn erste Händler liegen bereits deutlich unter den neuen 499,99 Euro.

Über den Autor

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Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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