Zum Inhalt springen

Xbox begrenzt Cloud Gaming: Selbst Game Pass Ultimate bekommt nur noch 15 Stunden

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

Xbox Cloud Gaming auf Fernseher, Laptop, Smartphone und Handheld mit Xbox-Controller im Vordergrund.

Xbox Cloud Gaming wird ab November deutlich eingeschränkt. Selbst wer für den teuersten Game Pass bezahlt, kann künftig nur noch 15 Stunden pro Monat über die Cloud spielen.

Besonders betrifft das all jene, die ihre Spiele lieber über Smart-TV, Smartphone oder Handheld streamen als auf einer klassischen Konsole.

Ab November zählt beim Cloud Gaming jede Stunde

Die neuen Grenzen hängen vom jeweiligen Game-Pass-Abo ab. Ultimate bekommt 15 Stunden, Premium 10 Stunden und Essential nur 5 Stunden Cloud Gaming pro Monat.

Wichtig: Das Limit betrifft ausschließlich das Spielen über die Cloud. Games, die auf Xbox oder PC installiert und lokal gespielt werden, bleiben von der Zeitbegrenzung unberührt.

Sind die enthaltenen Stunden verbraucht, soll sich zusätzliches Cloud-Kontingent kaufen lassen. Die Preise dafür will Microsoft erst später bekannt geben.

Wie schnell sind 15 Stunden eigentlich verbraucht?

15 Stunden im Monat klingen zunächst gar nicht so wenig. Auf den Alltag heruntergerechnet sind es aber gerade einmal rund 30 Minuten Cloud Gaming pro Tag.

Wer beispielsweise zweimal pro Woche einen längeren Gaming-Abend mit drei Stunden einlegt, verbraucht bereits rund 24 Stunden im Monat. Für Ultimate-Nutzer wäre das enthaltene Kontingent also schon deutlich vorher aufgebraucht.

Bei Essential wird es noch knapper: Fünf Stunden reichen gerade einmal für etwas mehr als eine Stunde pro Woche.

Wen das Limit wirklich trifft

Für klassische Xbox- und PC-Spieler dürfte sich wenig ändern. Anders sieht es bei Nutzern aus, die Cloud Gaming bewusst als Ersatz für leistungsfähige Hardware verwenden.

Dazu gehören etwa Spieler, die regelmäßig über Smart-TV, Smartphone, Tablet oder Handheld streamen. Wer seine Games fast ausschließlich auf diesem Weg spielt, wird die neuen Grenzen deutlich schneller bemerken.

Microsoft selbst geht allerdings davon aus, dass nur rund vier Prozent der Game-Pass-Abonnenten überhaupt so viel über die Cloud spielen, dass sie das neue Limit überschreiten würden.

Xbox öffnet die Cloud – und begrenzt sie gleichzeitig

Die Änderung wirkt etwas widersprüchlich, denn gleichzeitig will Microsoft Xbox Cloud Gaming für mehr Menschen öffnen. Künftig sollen Spieler auch ohne Game Pass zusätzliche Cloud-Stunden kaufen und unterstützte Spiele streamen können, die sie bereits besitzen.

Microsoft begründet die neuen Grenzen unter anderem mit den steigenden Kosten für die Cloud-Infrastruktur. Je länger und häufiger gespielt wird, desto mehr Rechenleistung muss bereitgestellt werden.

Ob das neue Modell am Ende wirklich fair ist, lässt sich deshalb erst richtig beurteilen, sobald Microsoft verrät, wie teuer zusätzliche Stunden werden.

Über den Autor

68 Artikel

Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

Offene Diskussion

Diskussion starten

Mitdiskutieren

Teilen Sie Kontext, Korrekturen und durchdachte Perspektiven. Bleiben Sie hilfreich, konkret und respektvoll.

Ihre Perspektive hinzufügen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.