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Gaming für Millionäre: Die absurdesten Luxusartikel der Branche

Geschrieben von Nils Brandt

Zuletzt aktualisiert am

Hochwertiges Gaming-Setup mit goldenem Controller, mechanischer Tastatur, Gaming-PC und edelsteinbesetzter Maus

Ein starker Gaming-PC kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Klingt nach viel, wirkt aber plötzlich normal, wenn gleichzeitig Tastaturen für fast 9.000 Dollar verkauft werden, ein Controller aus massivem Gold besteht und virtuelle Raumschiffe so viel wie eine Wohnung kosten.

In dieser Preisklasse geht es nicht mehr um mehr FPS oder kürzere Ladezeiten. Es geht darum, etwas zu besitzen, das sich fast niemand sonst leisten kann.

9.000 Dollar für eine Tastatur ohne Extras

Die Norbauer-Senica-Tastatur kostet in der teuersten Ausführung rund 8.900 Dollar. Der hohe Preis kommt vor allem vom Gehäuse mit Titan-Finish. Technisch kann sie dabei teilweise weniger als eine gewöhnliche Tastatur aus dem Elektronikmarkt. Trotzdem gibt es eine Warteliste. Interessenten müssen zehn Prozent auszahlen und anschließend mehrere Monate darauf warten, überhaupt eine kaufen zu dürfen.

Noch größer fällt der Acer Predator Thronos aus. Das Gaming-Gestell vereint einen massiven Sitz, drei Monitore und eine Konstruktion, die einen großen Teil des Zimmers einnimmt. Rund 29.000 Dollar kostete das System. Der eigentliche PC war dabei noch nicht einmal enthalten.

Ein offiziell lizenzierter Formel-1-Simulator für mehr als 122.000 Dollar wirkt dagegen fast sinnvoll. Er besitzt einen echten Fahrzeugrahmen, Hydraulik und eine gebogene Leinwand. Zumindest bekommt man hier tatsächlich ein Erlebnis, das mit einem gewöhnlichen Lenkrad am Schreibtisch kaum vergleichbar ist.

Gold macht den Controller nicht besser

Manche Luxusprodukte versuchen gar nicht erst, ihren Preis mit besserer Technik zu rechtfertigen. Wie zum Beispiel der goldene Xbox-Controller, den Linus Tech Tips anfertigen ließ. Seine Hülle besteht aus rund 1,5 Kilogramm massivem Gold. Die Herstellung kostete ungefähr 87.500 Dollar. Besser spielen lässt sich damit aber trotzdem nicht.

Ähnlich absurd ist die Aries Diamond Edition. Die Gaming-Maus wurde mit Diamanten besetzt und auf einen Wert von rund 100.000 Dollar geschätzt. Unter den Edelsteinen steckt allerdings weiterhin eine Maus, die optisch kaum nach einem Luxusprodukt aussieht.

Der Jupiter-PC des japanischen Herstellers Zeus Computer setzte noch einen drauf. Sein mit Platin und Diamanten verziertes Gehäuse kostete bei der Vorstellung rund 750.000 Dollar. Im Inneren arbeitete jedoch nur eine GeForce 8400 GS, die bereits damals eher zur Einstiegsklasse gehörte. Wer damit Crysis spielen wollte, hatte also einen extrem teuren PC und trotzdem ein Performance-Problem.

10.000 Dollar für eine gescheiterte Konsole

Nicht jeder hohe Preis entsteht durch Gold und Diamanten. Bei der Ouya konnten Unterstützer während der Kickstarter-Kampagne 10.000 Dollar zahlen und erhielten dafür eine gravierte Version der später gescheiterten Konsole.

Ganz anders sieht es bei der Nintendo PlayStation aus. Der seltene Prototyp stammt aus einer gescheiterten Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Sony. Aus dem gemeinsamen CD-Projekt wurde nie eine fertige Konsole, Sony entwickelte später jedoch seine eigene PlayStation. 2020 wurde ein Prototyp für 360.000 Dollar versteigert. Das ist zwar enorm viel Geld, anders als die mit Diamanten belebte Maus besitzt das Gerät aufgrund seiner Geschichte und Seltenheit aber einen echten Sammlerwert.

58.000 Dollar für Schiffe, die noch nicht existieren

Bei Star Citizen brauchen Käufer nicht einmal einen physischen Gegenstand. Das Legatus-Paket enthält eine große Sammlung digitaler Raumschiffe und kostet inzwischen rund 48.000 Dollar. Ansehen können es allerdings nur Spieler, die zuvor bereits mindestens 10.000 Dollar in das Spiel gesteckt haben. Damit liegt der tatsächliche Einstiegspreis bei etwa 58.000 Dollar. Besonders bemerkenswert: Viele der enthaltenen Schiffe waren beim Verkauf noch gar nicht fertig und existierten nur als Versprechen für die Zukunft.

Selbst das wirkt klein im Vergleich zu Planet Calypso aus Entropia Universe. Der virtuelle Planet wurde für sechs Millionen Dollar verkauft. Geplant war unter anderem, darauf ein MMO rund um Michael Jackson aufzubauen. Daraus wurde nichts.

Damit reicht Gaming-Luxus von teurer Hardware bis zu digitalen Besitztümern, die nur auf einem Server existieren. Manche davon sind echte Sammlerstücke. Andere beweisen lediglich, dass selbst der absurdeste Preis einen Käufer finden kann.

Über den Autor

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Nils Brandt

Ich bin Nils und schreibe bei Themenblick vor allem über Gaming, Sport, Technik, Filme und digitale Trends. Mich interessieren Themen, bei denen es nicht nur um die schnelle Schlagzeile geht, sondern auch um die Geschichte dahinter. In meiner Freizeit lese ich mich gerne in neue Themen ein, fahre Ski und mache ab und zu Roadtrips.

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