Sony füllt den PS-Plus-Katalog im Juli voll. Zwei große Open-World-Spiele, ein hochgelobtes Sci-Fi-RPG und nostalgische PS2-Klassiker stehen auf dem Programm. Doch eine lange Liste garantiert noch keinen guten Spielemonat. Wir zeigen, für welche Downloads du Platz machen solltest und welche Titel vor allem ein bestimmtes Publikum ansprechen.
Hinweis: Die genannten Spielzeiten und Trophäen-Schwierigkeiten sind Richtwerte und können je nach Spielweise und verwendetem Guide abweichen.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Du suchst … | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| starke und schnelle Kämpfe | Rise of the Ronin |
| beeindruckende Grafik und Erkundung | Avatar: Frontiers of Pandora |
| eine starke Science-Fiction-Geschichte | Citizen Sleeper 2 |
| Koop mit Freunden | Firefighting Simulator: Ignite oder Dying Light |
| ein kurzes Spiel für einen Abend | Power Rangers: Rita’s Rewind |
| unkomplizierte Arcade–Action | Snow Bros. Wonderland |
| einen Premium–Klassiker | Psi-Ops für Gameplay, Fahrenheit für die Geschichte |
Wer physische Spiele bevorzugt, kann viele Titel des Line-ups auch als Disc-Version kaufen.
Achtung, regionaler Haken: Das Line-up erscheint am 21. Juli 2026. Dying Light und Psi-Ops stehen zwar auf der internationalen Liste, fehlen aber im deutschsprachigen PlayStation-Blog. Bei diesen beiden Spielen entscheidet daher voraussichtlich die Region des Accounts. Ein Blick in den eigenen Store schafft am Veröffentlichungstag Klarheit.
1. Rise of the Ronin ist das stärkste Spiel im Juli

Rise of the Ronin versetzt dich ins politisch zerrüttete Japan des Jahres 1863. Als herrenloser Krieger gerätst du zwischen die Fronten rivalisierender Gruppen und entscheidest selbst, welchen Weg du einschlägst. Entwickelt wurde das Open-World-Action-RPG von Team Ninja, dem Studio hinter Nioh und Ninja Gaiden.
Die offene Welt bleibt eher konventionell. Das Kampfsystem hebt das Spiel dagegen klar von vielen Genre-Konkurrenten ab. Schwerter, Bögen und Schusswaffen lassen sich mit unterschiedlichen Stilen kombinieren. Die Duelle sind schnell, fordern gutes Timing und tragen das gesamte Abenteuer.
Mit rund 76 Punkten bei Metacritic wurde das Spiel solide aufgenommen. Die Geschichte dauert etwa 25 bis 30 Stunden, für Platin werden 50 bis 60 Stunden und eine Schwierigkeit von 4 von 10 genannt.
Unser Urteil: Der stärkste Download des Monats für Spieler, denen ein hervorragendes Kampfsystem wichtiger ist als eine besonders innovative offene Welt.
2. Avatar: Frontiers of Pandora ist das visuelle Highlight

In Avatar: Frontiers of Pandora spielst du einen Na’vi, der von der RDA entführt und für deren Zwecke ausgebildet wurde. Nach 15 Jahren kehrt er in seine Heimat zurück und muss seine Verbindung zu Pandora erst wiederfinden.
Erkundung, Schleichen, Crafting und Kämpfe folgen einer vertrauten Ubisoft-Formel. Der große Unterschied liegt in der Spielwelt. Pandora gehört zu den schönsten Umgebungen, die derzeit auf der PS5 zu sehen sind. Dichte Dschungel, schwebende Inseln und Flüge auf dem Ikran machen das Spiel besonders für Fans der Filme interessant. Seit einem Update kann außerdem zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive gewechselt werden.
Die Hauptgeschichte beschäftigt ungefähr 25 bis 30 Stunden. Für Platin sollten rund 40 bis 50 Stunden eingeplant werden. Mit 72 Metacritic-Punkten wurde das Gesamtpaket solide aufgenommen. Hinter der beeindruckenden Kulisse steckt allerdings eine vertraute Open-World-Struktur.
Unser Urteil: Die beste Wahl für Avatar-Fans, Entdecker und alle, die sehen möchten, was die PS5 grafisch leisten kann.
3. Citizen Sleeper 2 ist der Geheimtipp

Citizen Sleeper 2: Starward Vector wirkt zwischen den großen Open Worlds zunächst unscheinbar. Du spielst einen menschlichen Geist in einem künstlichen Körper, fliehst vor einem Konzern und stellst auf deiner Reise eine eigene Crew zusammen.
Das Spiel setzt auf Gespräche, Würfelmechaniken und Entscheidungen statt auf Action. Begrenzte Ressourcen und riskante Aufträge sorgen dafür, dass sich auch ruhige Momente angespannt anfühlen. Wer erzählerische Rollenspiele mag, bekommt hier vermutlich die interessanteste Geschichte des gesamten Line-ups.
Mit 90 Metacritic-Punkten ist Citizen Sleeper 2 der am besten bewertete aktuelle Titel des Monats. Ein Durchlauf dauert etwa 12 bis 15 Stunden, für eine gründlichere Reise werden ungefähr 20 Stunden benötigt.
Unser Urteil: Der stärkste Titel für Spieler, die Cyberpunk, gute Dialoge und Entscheidungen mit spürbaren Folgen suchen.
4. Dying Light hat sein Alter erstaunlich gut überstanden

Dying Light verbindet eine offene Zombiewelt mit Parkour. Tagsüber suchst du Vorräte und erledigst Missionen. Sobald die Sonne untergeht, werden deutlich gefährlichere Infizierte aktiv und selbst kurze Wege können zur hektischen Flucht werden.
Dieser Wechsel zwischen Tag und Nacht bleibt die größte Stärke des Spiels. Bewegung ist mindestens so wichtig wie der Kampf. Besonders im Koop entwickelt sich daraus ein chaotisches und bis heute unterhaltsames Survival-Erlebnis. Die komplette Kampagne lässt sich aber auch solo spielen.
Die PS4-Version liegt bei Metacritic bei 74 Punkten und die Geschichte dauert rund 20 Stunden. Der Weg zur Platin-Trophäe fällt mit etwa 100 Stunden und einer geschätzten Schwierigkeit von 8/10 deutlich aufwendiger aus. Da Dying Light in der deutschsprachigen Ankündigung fehlt, ist eine Veröffentlichung für deutsche Accounts allerdings nicht garantiert.
Unser Urteil: Eine starke Wahl für Horror- und Koop-Fans, sofern das Spiel in der eigenen Region erscheint. Wer Dying Light noch nie gespielt hat, sollte es jetzt definitiv nachholen.
5. Firefighting Simulator: Ignite ist die ungewöhnlichste Koop-Wahl

Firefighting Simulator: Ignite ersetzt Zombies und Soldaten durch brennende Gebäude. Gemeinsam mit bis zu drei Freunden oder einem NPC-Team rettest du Zivilisten, verlegst Schläuche und durchsuchst verrauchte Räume.
Der Reiz liegt klar in der Zusammenarbeit. Aufgaben müssen verteilt und Gebäude systematisch abgesucht werden. Feuer, Hitze und Rauch werden in Echtzeit simuliert. Mit einer festen Gruppe könnte daraus eine der interessantesten Koop-Erfahrungen des Monats werden.
Für den ersten Durchlauf werden ungefähr 10 bis 15 Stunden genannt. Die Platin-Trophäe soll mit rund 18 Stunden und einer Schwierigkeit von 3 von 10 vergleichsweise unkompliziert sein.
Unser Urteil: Kein großes Monats-Highlight, aber möglicherweise die angenehmste Überraschung für eingespielte Koop-Gruppen.
6. Power Rangers: Rita’s Rewind ist für Nostalgie und Couch-Koop

Mighty Morphin Power Rangers: Rita’s Rewind ist ein klassischer 2D-Brawler mit Pixeloptik und Couch-Koop. Robo Rita reist in die Vergangenheit und verbündet sich mit ihrem jüngeren Ich, um die Entstehung der Power Rangers zu verhindern.
Das Spiel richtet sich klar an Menschen, die mit der Serie und alten Arcade-Prüglern aufgewachsen sind. Die Kämpfe sind leicht zugänglich und gemeinsam auf der Couch funktioniert das Konzept am besten. Ohne Verbindung zu den Power Rangers bleibt ein solider, aber wenig außergewöhnlicher Brawler.
Die Kampagne dauert nur fünf bis sieben Stunden. Für Platin werden zwölf bis 15 Stunden bei einer Schwierigkeit von ungefähr 3 von 10 genannt. Die PS5-Version liegt bei Metacritic bei 70 Punkten.
Unser Urteil: Ein kurzer und unkomplizierter Couch-Koop-Titel, der vor allem bei Power-Rangers-Fans der 1990er ins Schwarze trifft.
7. Snow Bros. Wonderland ist das Spiel für zwischendurch

Snow Bros. Wonderland bringt die mehr als 30 Jahre alte Arcade-Reihe erstmals vollständig in eine isometrische 3D-Welt. Gegner werden eingefroren, zu Schneebällen gerollt und anschließend gegen ganze Gruppen geschleudert.
Mit sechs bis zehn Stunden bleibt Snow Bros. Wonderland bewusst überschaubar. Zwischen Rise of the Ronin und Avatar bietet es unkomplizierte Arcade-Action, für die niemand erst zahlreiche Systeme oder Menüs lernen muss. Neue Bosse und lokaler Mehrspieler sorgen für etwas zusätzliche Abwechslung.
Unser Urteil: Kein Grund für ein neues Abo, aber eine sympathische Abwechslung zwischen den großen Spielen.
8. Die Premium-Klassiker: Psi-Ops und Fahrenheit
Psi-Ops: The Mindgate Conspiracy

Der PS2-Titel von 2004 kombiniert Third-Person-Action mit Telekinese, Gedankenkontrolle und Pyrokinese. Gegner lassen sich durch Räume schleudern, Objekte werden zu Waffen und viele Situationen können auf kreative Weise gelöst werden.
Genau solche ungewöhnlichen Rückkehrer geben dem Premium-Katalog einen eigenen Wert. Die Originalversion erreichte 84 Metacritic-Punkte und dauert ungefähr acht Stunden.
Fahrenheit

Fahrenheit, in Nordamerika als Indigo Prophecy bekannt, ist ein paranormaler Thriller von Quantic Dream. Mehrere spielbare Figuren untersuchen eine Mordserie, bei der gewöhnliche Menschen scheinbar ohne Grund Fremde töten. Entscheidungen und Perspektivwechsel treiben die Handlung voran.
Mit durchschnittlich 85 Punkten wurde Fahrenheit damals stark aufgenommen. Steuerung und Inszenierung zeigen zwar ihr Alter, als früher filmischer Thriller von Quantic Dream bleibt das Spiel aber interessant. Eine Runde dauert etwa acht bis zehn Stunden, für Platin werden zwölf bis 15 Stunden genannt.
Unser Urteil zu Premium: Psi-Ops bietet das kreativere Gameplay, Fahrenheit die interessantere Geschichte. Für deutschsprachige Accounts fällt das Premium-Angebot allerdings schwächer aus, falls Psi-Ops tatsächlich fehlt.
Lohnt sich PS Plus Extra im Juli?
Der Juli reicht vom großen Samurai-RPG bis zum kurzen Arcade-Brawler. Seine stärksten Argumente bleiben Rise of the Ronin, Avatar und Citizen Sleeper 2. Dying Light stärkt den Koop-Bereich, Firefighting Simulator liefert das ungewöhnlichste Konzept und Premium setzt auf zwei sehr unterschiedliche PS2-Rückkehrer.
Für bestehende Abonnenten ist damit einiges dabei. Ob sich allein dafür ein neues Abo lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viele der größeren Titel man noch nicht gespielt hat.

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